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Will die GroKo 34f-Makler unter BaFin-Aufsicht stellen?

Am Mittwochabend ging es wie ein Donnerschlag durch die Presse. Z. B. in FONDS professionell ONLINE: „GroKo-Hammer: Berlin will 34f-Vermittler unter BaFin-Aufsicht stellen“. (HIER der komplette Artikel)

Um unnötigen Spekulationen vorzugreifen, hier zu Ihrer Information die Stellungnahme von Dr. Frank Ulbricht, Vorstand der BfV Bank für Vermögen AG:

„Es scheint, dass mittels nicht enden wollender Bürokratielast immer neue Mittel und Wege gefunden werden sollen, die speziell kleinere Vertriebseinheiten wie die selbstständigen Finanzmakler letztlich dazu bewegen, sich aus dem Markt zu verabschieden. Die Einführung des § 34f hatte ja schon zur Folge, dass sich rund 50 Prozent der Vermittlerschaft vom Fondsgeschäft verabschiedete. Insofern sind nach derzeitigem Kenntnisstand aus unserer Sicht durchaus Zweifel angebracht, ob und inwieweit sich das neuerliche Ansinnen in Gänze mit dem allseits populären Schlagwort ‚Verbraucherschutz‘ begründen lässt.

Wir hätten uns an dieser Stelle eindeutig mehr politische Weitsicht dahingehend gewünscht, dass angestoßene aufwändige Regulierungsvorhaben à la MiFID II & Co. das Korsett für unsere Finanzanlagenvermittler bereits eng genug geschnürt haben. Anstatt sich als Berater nun endlich einmal wieder auf seine Kernkompetenz konzentrieren zu dürfen, könnte der leidige Regulierungszug nun noch kräftig Fahrt aufnehmen.

Nichtsdestotrotz bleibt zunächst einmal abzuwarten, welche finalen Inhalte sich im endgültigen Koalitionsvertrag finden. Denkbar sind dabei mehrere Ausführungsbestimmungen. Ohne dass wir uns allzu sehr an Spekulationen beteiligen wollen, sehen wir ad hoc zwei von mehreren möglichen Varianten in der engeren Auswahl:

1.) Die BaFin übernimmt künftig die Kontrollfunktion der IHK

oder

2.) Die BaFin verlangt künftig für den Vertrieb von Investmentfonds anstatt der §-34f-Zulassung eine Zulassung für die Anlagevermittlung und Anlageberatung bzw. eine Zulassung ‚light‘.

Daraus ergeben sich nach derzeitigem Stand zwei Optionen für 34f-Berater:

a) Eigene Zulassung beantragen

b) Sich einem Haftungsdach wie dem der BfV Bank für Vermögen AG anschließen

Sollte künftig eine BaFin-Zulassung benötigt werden, werden wir Maklern entsprechende Lösungen offerieren. Mit dem Haftungsdach der BfV Bank für Vermögen AG als längst bewährte und schnell verfügbare Alternative, aber auch engagiertem Einsatz in Verbänden und Interessensvertretungen arbeiten wir daran weiter, Ihnen Optionen in möglichst großer Bandbreite offen zu halten.“

Lassen Sie uns nun den Regierungsentwurf abwarten. Wir werden Sie in dieser Angelegenheit weiter informieren sobald der Sachverhalt klar ist.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne unter regulierung@bca.de zur Verfügung.

Mit optimistischen Grüßen

Ihre Teams der BCA AG, BfV Bank für Vermögen AG und CARAT FondsService AG

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